Microsoft Sicherheitsupdates im Januar 2018

Zu den in der vergangenen Woche veröffentlichten Sicherheitsupdates für die unter den Namen ‚Spectre‘ und ‚Meltdown‘ bekannten Schwachstellen gelten weiterhin die vom Hersteller am 03.01.2018 veröffentlichten Einschränkungen für Systeme mit Antivirensoftware. Im Wesentlichen stehen die neuen Sicherheitsupdates nur automatisch zur Verfügung, wenn aktuelle und kompatible Sicherheitssoftware eingesetzt wird, da die Installation in einigen Fällen aufgrund von Kompatibilitätsproblemen zum Ausfall betroffener Systeme geführt hat (Blue Screen). Anwender ohne Antivirensoftware müssen in der Windows Registrierungsdatenbank (erreichbar über die Windows-Taste und die folgende Eingabe von ‚regedit‘ in das erscheinende Suchfeld) einen bestimmten Wert anpassen, um das Update auszulösen. Hier ist besondere Vorsicht geboten, Änderungen an dieser Datenbank können das System unbrauchbar machen. Die Anpassung dieses Wertes wird auch automatisch von Antivirensoftware-Herstellern vorgenommen, diese bestätigen dadurch die Kompatibilität Ihrer Software. Der Hersteller Sophos hat beispielsweise darüber informiert, dass die dafür notwendigen Updates für die eigene Sicherheitssoftware ab dem 05. Januar 2018 ausgeliefert wurden. Auch für Systeme mit Prozessoren des Herstellers AMD hat Microsoft die Auslieferung von aktuellen Sicherheitsupdates kurzfristig eingestellt. Weitere Informationen dazu finden sich in den Hinweisen zu Microsoft Sicherheitsupdates im Januar 2018 unter der Rubrik ‚Known Issues‘.

Zur Prüfung des eigenen Systems auf die Sicherheitslücken ‚Spectre‘ und ‚Meltdown‘ steht ein PowerShell-Prüfwerkzeug zur Verfügung. Hinweise hierzu können Sie den BSI-Informationen entnehmen. Microsoft veröffentlicht hierzu nur wenige Hinweise, beispielsweise im ‚Leitfaden für IT-Experten‚ zum Thema.

Darüber hinaus informiert Microsoft in einem Blog-Beitrag über durch die Sicherheitsupdates zu erwartende Leistungseinbußen.