Kriminelle greifen FRITZ!Box-Router an

FRITZ!BoxDerzeit häufen sich die Meldungen, dass Unbekannte die weit verbreiteten FRITZ!Boxen, Routermodelle des Berliner Herstellers AVM, kapern und dort unbemerkt virtuelle IP-Telefone einrichten. Darüber werden in der Folge unzählige Anrufe meist auf die Falklandinseln geführt, die Kosten von mehreren tausend Euro verursachen können. Zwar traten derartige Angriffe bisher gehäuft bei Kunden des Internetproviders Unitymedia auf, dennoch gibt es inzwischen auch Berichte von Kunden anderer Provider. Eine providerabhängige Ursache ist daher unwahrscheinlich, ebenso wie die Annahme, dass eine Schwachsteller der FRITZ!Boxen ausgenutzt wird. Es scheint vielmehr so, als ob die Angreifer sich vorab die Zugangsdaten zu den Routern unbemerkt beschafft haben. Dafür spricht auch die Tatsache, dass nicht mehrere, sondern in der Regel ein einziger Loginversuch unternommen wurde.

Bis auf Weiteres empfiehlt AVM die Fernzugriffsfunktionen der FRITZ!Boxen zu deaktivieren. Zumindest sollte diese so lange deaktiviert bleiben, bis feststeht, auf welchem Wege die Angreifer die Zugangsdaten beschafft haben. Weitere Informationen hat AVM in einem Sicherheitshinweis zusammengefasst.