Internetkriminalität nimmt ab

1129442_original_clipdealer.deDie Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundesinnenministeriums bescheinigt für das vergangene Jahr ein Sinken der kriminellen Machenschaften im Internet. Dies steht im klaren Gegensatz zu der häufig kursierenden Annahme, das Internet werde immer gefährlicher. Im Jahr 2011 wurden 222.267 Straftaten erfasst, die unter Nutzung des Internets begangen wurden. Im Jahr zuvor waren es noch 246.607 Fälle. Dies bedeutet einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 9,9 Prozent. Naturgemäß handelt es sich überwiegend um Betrugsdelikte, vor allem der sogenannte Warenbetrug tut sich hierbei hervor. Hierzu zählen die allseits bekannten Vorfälle, bei denen der Käufer zwar bezahlt, vom Verkäufer aber nie Ware erhalten hat.

Leicht gestiegen sind hingegen die klassischen Fälle von Betrug unter Zuhilfenahme von Computern. Im Juristendeutsch ist dies vornehmlich die „Fälschung beweiserheblicher Daten“ und die „Täuschung im Rechtsverkehr bei der Datenverarbeitung“. Dazu zählen zum Beispiel das Fälschen von E-Mail-Ausdrucken. Massiv gestiegen sind Delikte im Bereich der Datenmanipulation und Computersabotage – also umgangssprachlich „Hackerangriffe“ und dergleichen. Insbesondere DDoS-Attacken gewinnen offenbar zunehmend Anhänger und ließen die Fallzahlen im Jahresvergleich um immerhin 84 Prozent auf 4.644 Fälle klettern.