Der neue Firefox

Vor kurzem ist die jüngste Betaversion des neuen Firefox 4 erschienen. Schon jetzt überzeugt der Browser auf Anhieb. Auf den ersten Blick hat sich einiges geändert: Die Tableiste ist nach ganz oben gewandert, die Statuszeile fehlt komplett. Dadurch wird in der Standarddarstellung die Anzeigefläche für Webseiten vergrößert. Die Lesezeichen-Symbolleiste und die neue Add-on-Leiste lassen sich über das Ansicht-Menü einblenden. Laut Mozilla wurde die Sicherheit durch zahlreiche Maßnahmen erhöht. Der Seitenaufbau ist im Vergleich zur aktuellen Version 3.6 spürbar schneller. Auch der Start des Browsers soll in der kommenden Ausgabe deutlich schneller sein. Das ist auch jetzt in der Betaversion schon deutlich der Fall. Allerdings wird sich erst im Praxistest mit laufenden Add-ons zeigen, ob dies auch so bleibt. Der oftmals gerügte Speicherhunger des Firefox scheint nicht wirklich eingedämmt worden zu sein. Schon beim Öffnen des „nackten“ Browsers, also einer leeren Webseite, werden 50 MB Arbeitsspeicher verbraucht. Je mehr Tabs und Add-ons geöffnet werden, umso mehr schnellt dieser Verbrauch teils um ein Vielfaches nach oben.

Mit der vierten Version wird also Firefox nach einigen nicht sehr erfreulichen Pannen bei der aktuellen Ausgabe wieder zur Spitze der Browserwelt aufschließen. Ob er sich allerdings die Rolle des Platzhirsches auf Dauer sichern kann, wird die weitere Entwicklung zeigen. Nicht zuletzt wegen seiner schier unendlichen Erweiterungsmöglichkeiten über Add-ons dürfte es der Konkurrenz aber nicht allzu leicht fallen.