WordPress 3.3 “Sonny” veröffentlicht

Das lang erwartete Update des beliebten und mächtigen Blogsystems WordPress steht in den Startlöchern: Version 3.3 namens “Sonny” wurde veröffentlicht! Nachdem in letzter Zeit die WordPress-Updates eher übersichtlich ausfielen, prasselt heuer eine ganze Masse an Neuerungen auf die Anwender herab.

Die sogenannten “Feature Pointers” sollen den Blogautor durch die inzwischen allseits bekannten Sprechblasen unterstützen. Zeigt man auf ein Feature des Backends wird eine Sprechblase eingeblendet, die weitere Details erklärt. Mit “Plupload“, einem Plugin für den beliebten WYSIWYG-Editor “TinyMCE” erhält WordPress zudem endlich einen neuen Medienuploader. Damit soll das Hochladen von Daten aller Art einfacher, übersichtlicher, vor allem aber zuverlässiger funktionieren. Der neue “Beginners Guide” wird wohl eher für WordPress-Neulinge interessant sein, die eine kurze Einführung in das noch unbekannte Blogsystem benötigen. Unter dem mächtigen Namen “Responsive Admin Interface” verbirgt sich die neue Eigenschaft des Dashboards, sich in der Größe stets an das benutzte Gerät anzupassen. Damit soll vor allem die Arbeit mit Smartphones oder Tablets verbessert werden. Die mit WordPress 3.2 eingeführte “Admin Bar” wird jetzt standardmäßig eingeblendet und kann auch nicht mehr ausgeblendet werden. Sprachpakete müssen ab sofort nicht mehr manuell installiert, sondern können bequem im Backend ausgewählt werden – ähnlich wie bei den Plugins. Bei einem Wechsel des Themes gingen bisher alle Widgets und deren Einstellungen verloren. Die neuen permanenten Widgets verhindern dies.

Das sind nur die Highlights der neuen Version. Unter der Haube hat sich auch wieder einiges getan: Die Performance wurde weiter verbessert und diverse Entwicklerschnittstellen wurden integriert und optimiert. Dafür erhöhen sich die Mindestvoraussetzungen an den darunterliegenden Webserver auf PHP 5.2.4  und MySQL 5.0.15. Werden diese nicht erfüllt, ist ein Upgrade weder möglich, noch zu empfehlen!

Sollten Sie bei Ihrem Blog ein Upgrade wünschen oder Probleme mit der neuen Version haben, so zögern Sie nicht uns zu kontaktieren. Wir stehen Ihnen gerne hilfreich zur Seite.

Kennen Sie die?

Betrachten Sie doch einmal das nebenstehende Foto. Kommen Ihnen diese beiden Damen (oder zumindest eine davon) nicht bekannt vor? Gerade wer sich häufig im Internet herumtreibt, müsste auf diese beiden Gesichter immer und immer wieder stoßen. In kleinen, mittelständischen Onlineshops bewerben die Damen – meist mit einem Headset bewaffnet – die Hotline des Unternehmens. Auf dem Onlineportal eines großen Softwareherstellers breitet eine der Blondinen einladend ihre Arme aus, während auf der Seite eines Telefonanbieters die andere ermunternd den nach oben zeigenden Daumen entgegenstreckt.

“Microstock” nennt sich ein Trend, der in den letzten Jahren einen echten Boom erlebt hat. Dahinter verbirgt sich nicht mehr und nicht weniger als der Vertrieb von professionell gestaltetem Fotomaterial zu günstigen Preisen. Für ein paar Euro erwirbt man je nach Portal und Vertrag mehr oder weniger Nutzungsrechte. Yuri Arcurs ist einer der Anbieter, die über Plattformen wie Fotolia & Co. ihre Werke vertreiben. Das macht der Däne so erfolgreich, dass er sich inzwischen als “Microstock-Millionär” bezeichnen kann. Er fertigt in professionell aufgezogenen Fotoshootings unzählige Bilder an, die er an breiter Front veräußert. Dabei greift er nicht nur auf teure Profimodels zurück, sondern vor allem auch auf seine Freundin Cecilie und deren Freundin. Eben jene beiden sind auch auf dem nebenstehenden Foto und darüber hinaus an unzähligen Stellen im weltweiten Datennetz zu sehen. Es dürfte wohl dem natürlichen Charme der beiden geschuldet sein, dass sich bisher zumindest noch kein “Sättigungseffekt” eingestellt hat. Ob angesichts des häufigen Auftauchens der beiden allerdings ein echter Wiedererkennungswert erzeugt werden kann, das muss jeder Microstockkunde wohl selbst entscheiden.

Amazon-Phishingmails im Umlauf

Sogenannte “Phishingmails” versuchen durch das Nachahmen von seriösen Absendern dem Empfänger persönliche Daten zu entlocken. Die Mails verwenden meist die Logos, das Layout und häufig eine ähnliche Wortwahl wie das imitierte Unternehmen. Technische Laien erkennen nur schwer und nur in kleinen Details einen entlarvenden Unterschied. In den allermeisten Fällen sind es Rechtschreibfehler oder schlechtes Deutsch, die den Empfänger stutzig machen sollten.

Aktuell sind ziemlich gut gemachte Phishingmails im Umlauf, die eine Abfrage des berühmten Onlineversandhandels Amazon.de nachahmen. Angeblich sei das Kundenkonto gesperrt worden, weil unbefugte Zugriffe stattgefunden hätten. Um dieses wieder freischalten zu lassen, müsse man lediglich auf einen Link klicken und dort die bekannten Zugangsdaten eingeben. Die verlinkte Loginseite ist ebenso gefälscht wie die Mail selbst. Tatsächlich landet man auf einem fremden Server, der lediglich die Zugangsdaten abspeichert und somit den betrügerischen Absendern in die Hände spielt. Auffallend an der gefälschten Mail sind vor allem diverse Rechtschreibfehler und der Loginlink, der über den Kürzungsdienst tiny.cc verweist. Beides ist unprofessionell und entlarvt schließlich die Täuschung. Ansonsten sind Logos, Werbetexte und das Erscheinungsbild täuschend echt.

Grundsätzlich sollte man nie seine Zugangsdaten, persönliche Angaben oder PINs und TANs des Onlinebankings auf Seiten eintragen, die man über den Link einer E-Mail erreicht hat. Im Zweifelsfall sollte man die jeweilige Webseite über die bereits bekannte Adresse aufrufen und sich hierüber einloggen. So umgeht man zuverlässig Falschlinks, die in E-Mails versteckt eingebaut sein könnten. Ansonsten können nur geübte Anwender durch einen Blick in den Quellcode der E-Mail den Schwindel sicher aufdecken. So stammen die aktuellen Betrügermails nicht, wie vorgekauelt, von einem Amazon-Server, sondern von einem Account des Freemailanbieters GMX. Nur ein kleiner Eintrag im Quellcode verrät diesen Umstand. Der standardmäßige Absender ist täuschend echt auf “infoz@amazon.de” gesetzt und wird dem Empfänger demnach auch z. B. im Mailclient so angezeigt.

iTunes abspecken

iTunes ist viel mehr als “nur” ein Downloadshop für Musik und Videos. Die Software aus dem Hause Apple ist zudem und vor allem eine vollwertige Managementlösung für multimediale Dateien. Die vielfältigen Möglichkeiten beanspruchen ihren Raum und somit mauserte sich iTunes in den letzten Jahren immer mehr zu einem wahren Monstrum. Die Installationsdatei für Windowssysteme ist inzwischen stolze 76 Megabyte groß. Führt man diese aus, installiert Apple ungefragt ein ganzes Paket an Anwendungen. Bei weitem nicht alle sind für den tatsächlichen Betrieb von iTunes notwendig.

Das Angebot an Medienplayern und Verwaltungstools für Multimediadateien unter Windows ist enorm. Gerade wenn man bewusst auf eine andere Software setzt und iTunes nur als Downloadshop nutzen möchte, ist das Vorgehen der Appleentwickler und ihrer Installationsroutine ärgerlich und unverschämt. Nicht nur die Verschwendung von Festplattenplatz fällt hier ins Gewicht. Der umstrittene, standardmäßig mitinstallierte “Bonjour”-Dienst beispielsweise sucht unbemerkt nach benachbarten Computern im Netzwerk, um dort freigegebene Medien aufzuspüren. Darüber hinaus berichten viele Nutzer von einer Verlangsamung des Systems, sobald iTunes mit an Bord ist.

Vor diesem Hintergrund wird häufig ein “iTunes light” gefordert – bisher ohne Erfolg. Zum Glück lässt sich unter Windows das iTunes-Setup mit einem einfachen Trick abspecken. Auf diese Weise werden nur die Komponenten installiert, die auch wirklich zum Betrieb von iTunes zwingend erforderlich sind.

Wir zeigen Ihnen wie Sie iTunes mit nur wenigen Handgriffen abspecken:

  1. Laden Sie sich bei Apple die aktuelle iTunes-Version herunter.
  2. Besorgen Sie sich – sofern nicht schon vorhanden – ein gutes Packprogramm und installieren dieses. Wir empfehlen das kostenlose 7-Zip.
  3. Öffnen Sie die heruntergeladene Setupdatei iTunesSetup.exe in Ihrem Packprogramm. Dies bewerkstelligen Sie, in dem Sie mit der rechten Maustaste auf iTunesSetup.exe klicken und “Öffnen mit…” wählen. Im folgenden Dialog wählen Sie Ihr Packprogramm aus (z. B. 7-Zip).
  4. Nun sehen Sie den Inhalt des Installationspakets vor sich. Wählen Sie die drei Dateien
    AppleApplicationSupport.msi
    iTunes.msi
    QuickTime.msi
    aus und entpacken Sie diese auf Ihre Festplatte.
  5. Führen Sie nacheinander die drei MSI-Dateien durch einen Doppelklick im Windows Explorer aus. Dadurch starten Sie drei Installationsroutinen.
  6. Danach ist “iTunes light” einsatzbereit. Unter Umständen erhalten Sie beim Starten von iTunes eine Meldung, dass der “Bonjour”-Dienst nicht installiert ist. Dieser Umstand hat jedoch keine Auswirkung auf die grundlegende Funktionalität von iTunes.

Sollten Sie Probleme oder Fragen zu dieser Vorgehensweise haben, steht Ihnen gern unser Support zur Verfügung.

Adobe stopft kritische Sicherheitslücken in Flash

Bereits gestern hatte Adobe ein Update für den weit verbreiteten Flashplayer angekündigt. Einer Sicherheitswarnung zufolge könnten sie einen Absturz auslösen und Angreifern die Kontrolle über ein betroffenes System verschaffen. Betroffen ist die Version 10.3.183.7 und früher.

Laut Adobe wird die bekannte Cross-Site-Scripting-Lücke bereits aktiv ausgenutzt. Demzufolge sind bereits manipulierte E-Mails im Umlauf, die zum Klick auf einen bestimmten Link auffordern. Die dahinter liegende Webseite könne dann einen Hacker beliebige Aktionen im Namen seines Opfers ausführen lassen und beispielsweise ein Webmail-Konto übernehmen.

Alle Nutzer der betroffenen Flashplayerversionen werden somit offiziell zu einem schnellstmöglichen Update aufgefordert. Für Windows, Mac OS X, Linux und Solaris steht daher aktuell Flash 10.3.183.10 zur Verfügung (hier Update durchführen).

Trillian jetzt mit nativer Skype-Schnittstelle

Der immer beliebter werdende Trillian Instant Messenger ist ein Multi-Protokoll-Client der Firma Cerulean Studios. Durch ein inzwischen umfangreiches Angebot an Plugins konnektiert er alle wichtigen Messenger- und Social Network-Dienste unter einem Dach. So kann man über ein- und dieselbe Software gleichzeitig in Facebook und dem Yahoo! Messenger chatten und zugleich über Skype ein Telefonat führen. All das über eine Benutzeroberfläche und ohne die Installation zusätzlicher Software.

Eine ungeliebte Ausnahme bildete hierbei in der Vergangenheit der Internettelefoniedienst Skype. Um dessen Funktionen über Trillian zu nutzen war ein installierter Skype Client notwendig, der beim Start des All-In-One-Messengers automatisch mitstartete. Das war bei der Nutzergemeinde unter anderem auch deshalb wenig beliebt, weil es bei der Synchronisierung und Authorisierung zwischen den beiden Programmen immer wieder zu Problemen kam. Mit der neuesten Betaversion von Trillian stellt Cerulean Studios nun die lang ersehnte native Skype-Schnittstelle vor, die – wie bei allen anderen Plugins auch – eine zusätzliche Software überflüssig macht. Das funktioniert schon jetzt perfekt! Sowohl Chats als auch Telefonate in Skype werden zuverlässig abgewickelt. Damit dürfte der Multi-Messenger noch einmal beliebter werden. Schon in jüngster Zeit machten neue Features die Software immer attraktiver:  In der Pro-Version ist sie inzwischen kostenlos zu haben. Hier muss man allerdings mit Werbeeinblendungen leben. Dafür wird die Zahl der Plattformen, für die Trillian zur Verfügung steht, immer umfangreicher. Inzwischen gibt es Versionen für Windows, Mac, Android, iOS und BlackBerry.

Google+: 83% der Nutzer sind inaktiv

Das Statistikunternehmen “Bime Analytics” hat jüngst interessante Daten zur Entwicklung des Facebook-Konkurrenten “Google+” veröffentlicht. Demnach sind 83% aller Google+-Nutzer nicht regelmäßig im neuen Social Network aktiv und folglich als “inaktiv” deklariert. Grundsätzlich ist dieses Phänomen bei allen vergleichbaren Plattformen bekannt. Die Größe des Anteils der inaktiven Benutzer ist jedoch verhältnismäßig groß. So haben nur 40% aller Twitter-User niemals je auch nur einen Tweet veröffentlicht.

Die relativ hohe Inaktivitätsrate verschärft bei Google+ zusätzlich den nur langsam wachsenden Mitgliederstamm. Derzeit tummeln sich dort 25 Millionen Benutzer. Diesen stehen stolze 600 Millionen Facebooknutzer gegenüber. Allerdings muss hierbei berücksichtigt werden, dass sich Google+ bis zum heutigen Tage noch immer in der Testphase befindet und nach wie vor noch nicht allen und jedem offen zur Verfügung steht.

Skype: Neue Sicherheitslücke gefunden

Es ist noch gar nicht lange her, dass der Internettelefonieanbieter Skype Negativschlagzeilen wegen Sicherheitslücken machte (wir berichteten). Inzwischen nun sind neue Probleme aufgedeckt worden, wieder einmal durch die Internetgemeinde. Den Bekanntmachungen zufolge existiert die angesprochene Schwachstelle in der aktuellen Skypeversion für Windows-Betriebssysteme. Möglicherweise könnten davon aber auch ältere Ausführungen der Software betroffen sein.

In technischer Hinsicht steht die Schwachstelle im Zusammenhang mit einer unzureichenden Prüfung von bestimmten Nutzerprofileinträgen. Gemeint sind damit die Felder für die Handynummer und die private und berufliche Rufnummer. Ein Angreifer könnte sich diesen Sachverhalt zunutze machen und unter Umständen Schadcode auf die Systeme der Opfer einschleusen. Die vermeintliche Lücke ist durch Skype selbst bisher weder bestätigt noch dementiert worden. Daher steht bis dato auch noch kein Update zur Beseitigung der eventuellen Probleme zur Verfügung.

Mozilla geht in Runde 6: Neue Versionen von Firefox und Thunderbird

Ähnlich wie Google es bei seinem Browser Chrome handhabt, so hat sich auch Mozilla dazu entschlossen Versionsupgrades in schnellerer Folge auszuliefern. Dass diese Ankündigung ernstgemeint ist, zeigt die aktuelle Veröffentlichung von Firefox und Thunderbird – beide in Version 6. Erst vor kurzem wurden deren Vorgänger präsentiert. In Zukunft will man sich gar die Versionsnummern sparen, um die Nutzer durch die schnelle Upgradefolge nicht zu verwirren.

Firefox 6 bringt mehr Sicherheit mit sich. Neben zehn geschlossenen Sicherheitslücken zeigt der beliebte Browser nun die aufgerufene Top Level Domain in der Adresszeile hervorgehoben an. Dies soll das Erkennen von ungewollten Umleitungen oder Phishingattacken erleichtern. Außerdem wurde weiter an der Geschwindigkeit gearbeitet. Damit bleibt der Browser auf den Fersen von Speedkönig Google Chrome. Einen wirklichen Schub soll es laut ersten Betaveröffentlichungen aber mit Version 7 geben, mit der auch der Speicherverbrauch deutlich reduziert zu werden scheint.

Thunderbird 6 übernimmt im Wesentlichen die Rendering-Engine von Firefox und verbessert vor allem den Import von Daten aus Microsoft Outlook. Ansonsten fallen die Neuerungen aufgrund des deutlich verkürzteren Veröffentlichungszyklus eher mager aus. Hervorzuheben bleiben hier nur noch ein paar Optimierungen für Nutzer von Windows 7.

Webseite der GEMA von Anonymous gehackt

Heute morgen wurde die Webseite der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA) gehackt. Für etliche Minuten war anstelle der regulären Webseite ein Hinweis zu sehen, wie er ähnlich auf YouTube erscheint, wenn man beispielsweise ein Musikvideo aufruft, für das im Heimatland des Besuchers keine entsprechenden Rechte vorliegen. Unterzeichnet war der Hinweis von “Anonymous”, einer Hackergemeinschaft, die sich in letzter Zeit mit vielen ähnlich gelagerten Aktionen in die Schlagzeilen brachte.

Bisher gibt es weder eine Stellungnahme der GEMA noch von Anonymous. Es liegt jedoch nahe, dass die Aktion mit dem immer noch andauernden Streit zwischen der GEMA und YouTube zusammehängt. Weil es hier bis dato noch keine Einigung bei der Rechteverwertung gibt, sind wie bereits oben erwähnt, unzählige Videos in Deutschland nicht abrufbar. Dies könnte nach Auffassung von Anonymous als eine Einschränkung des freien Internets angesehen werden und den heutigen Hackerangriff begründen.